Informationen zu Verfahrensweisen beim Fliegen ohne Betriebsleitung ergänzend zum AIP-Eintrag
Am Flugplatz Essen/Mülheim wird zu folgenden Zeiten Fliegen ohne Betriebsleitung praktiziert:
- In den PPR-Zeiten
- In einer 30-minütigen flexibel gelegenen Pause (Beginn und Ende werden auf der Platzfrequenz jeweils kommuniziert; nur während der Sommerzeit)
Während dieser Zeit ist die Betriebsleitung nicht besetzt und Funksprüche bezüglich Rollen, Start und/oder Landung sind als Blindsendung abzusetzen.
Sollte in dieser Zeit Segelflug stattfinden, wird zusätzlich zur gelben Blinkleuchte die Startleitung Segelflug auf der Platzfrequenz den Beginn und das Ende eines Windenstarts (Seil am Boden) bekannt geben.
Die Einsatzbereitschaft des Feuerlösch- und Rettungswesens ist auch bei abwesender Betriebsleitung gemäß NFL 2023-1-2792 gewährleistet.
Während der Zeit des Fliegens ohne Betriebsleitung sind Funkdisziplin und Angaben zum jeweiligen Vorhaben sowie korrekte Positionsmeldungen Voraussetzung für ein sicheres Fliegen. Nur dann können sich die am Platzverkehr teilnehmenden Piloten/-innen ein Luftlagebild erstellen. Auch am Boden steht Kommunikation untereinander an erster Stelle. Sei es aus Ausweichgründen beim Rollen oder um dem Zeppelin einen Passagierwechsel zu ermöglichen. Sprechen Sie bitte miteinander…
Trotz seiner Größe und der hohen Anzahl an Starts und Landungen ist der Flugplatz Essen/Mülheim nach wie vor ein unkontrollierter Platz. Hier fliegen Sie auch bei Anwesenheit einer Betriebsleitung als Pilot/-in gänzlich eigenverantwortlich. Eine Verkehrslenkung, Ausweichempfehlung oder gar Staffelung der Luftfahrzeuge findet zu keiner Zeit statt. Bedenken Sie bitte auch, dass die Betriebsleitung nicht zwingend auf dem Turm zugegen ist. Sie kann sich auf dem gesamten Flugplatzgelände aufhalten und den Flugfunk ohne Sichtverbindung zum Fluggeschehen mobil mithören. Aus diesem Grund ist es auch wichtig, dass Sie eventuell vorhandene Flugpläne eigenständig öffnen und schließen. Telefonische Nachfragen durch AIS könnten abwesenheitsbedingt ins Leere laufen und die Rettungskette in Gang gesetzt werden. Dies ist dann häufig mit erheblichen Kosten für den verursachenden Piloten/-in verbunden.
